Klosterturm
Bezeichnung nach dem Standort nahe dem Kloster.
der rittlings auf der Mauer sitzende Turm setzt die Fertigstellung der Mauer voraus, ca. 1408, er dürfte aber schon kurz danach gebaut worden sein.
Strafturm
Auch "Schuldturm" genannt. Strafturm für leichtere Vergehen.
Bauzeit: Anfang 15. Jahrhundert, das Kegeldach entstand erst 1656 oder 1730.
Klingentorburg
Tiefgestaffeltes Verteidigungssystem mit offener Westhälfte und geschlossener Osthälfte. Die Wolfgangskirche, auch Schäferskirche, ist nach außen Wehrmauer mit Geschützboden.
Klingentorturm
Name nach der landschaftlichen Situation, am Ende der engen, zum Tal abfallenden Schlucht, einer Klinge.
Er wurde um 1395-1400, zusammen mit dem Torhaus errichtet. Er ist 37m hoch. Als Wasserturm eingerichtet. Ende der 1594 errichteten, von der Bronnenmühle heraufführenden, Hochdruckleitung. Der Wasserbehälter versorgte die Brunnen der Stadt.
Pulverturm
Aufbewahrungsort für Pulver. Ursprünglich Fürbringerturm genannt, ging dieser Name auf das kleiner Türmchen in Richtung Klingentor über.
Er wurde 1408 errichtet.
Henkersturm
Wohnung des städtischen Henkers.
Er wurde zur selben Zeit wie der Pulverturm, also 1408, errichtet.
Mehrfach aus- und abgebrannt, zuletzt 1941 durch Bombenwurf beschädigt, 1945 zerstört, wieder aufgebaut
Kummerseck
Name nach dem Ablageplatz für Schutt und Unrat = Kummer.
Er wurde um 1330 errrichtet.
Ganserturm
Die Bedeutung des Namens ist unbekannt.
Dem Kummereck vorgesetzter Streichturm zur Sicherung der Mauerflanken. Vom Turm aus unterirdischer Gang zur "Katze" auf der anderen Grabenseite (an bestimmten Tagen begehbar). 1618 wird der Ganserturm als Pulverturm erwähnt, 1631 soll er von Tilly gesprengt worden sein.
Galgentor
Das Galgentor ist nach dem nahegelegenen Galgen benannt. Es wird auch "Würzburger Tor" genannt, nach der durch das Tor hindurchführenden Straße nach Würzburg.
Wurdenum 1388 erbaut. Am höchsten Punkt der Stadt gelegen, 438 m über NN. Die vorgelagerte Torburg wurde 1838 abgebrochen. 1945 zerstört, nach Notreparatur wieder aufgebaut
Thomasturm
Eigenname, wohl identisch mit dem erwähnten "Schäferthurm beym Galgenthor".
wurde um 1340 erbaut.
Weiberturm
Wahrscheinlich ein sogenanntes "Fraueneisen" (Gefängnis).
Er wurde um 1410 erbaut
Rödertorburg
"Äußeres Rödertor". Bezeichnung vermutlich von "Curia rode" für den ehemaligen Maierhof im Bereich der Hofstatt, abgeleitet.
Erbaut im 14. bis 18. Jahrhundert. 1945 teilweise zerstört und mit geringen Veränderungen wieder aufgebaut.
Röderturm
Er wurde von 1385-1390 erbaut. 1945 ausgebrannt und wieder aufgebaut.
Faulturm
Faulturm = Fehlturm, auch "Mörderturm" genannt.
Strafturm für Schwerstverbrecher. Das Verließ ist nur durch das "Angstloch", einer kleinen Kuppelöffnung, zugänglich, durch das die Sträflinge hinabgelassen und ihrem Schicksal überlassen wurden.
Er wurde von 1385-1400 errichtet
Siebersturm
Bezeichnung nach dem Gewerbe der Mehlsiebmacher, ursprünglich "Innerer Gebsattlerturm".
Er wurde 1385 erbaut.
Kobolzeller Tor
Von hier führt eine steile Steige zu dem im Tal gelegenen, abgegangenen Weiler Kobolzell.
Er wurde im 14. Jahrhundert errichtet.
Zur Sicherung und Verstärkung ist dem Tor noch ein mächtiger Zwinger vorgelagert.


